April 2024 | ›Wir sind keine Rausländer‹

Politische Kämpfe türkeistämmiger Migrant*innen in West-Berlin

Nach den Neuwahlen im Mai 1981 übernahm die CDU in West-Berlin die Regierungsgeschäfte. Eine ihrer ersten Entscheidung war es, das Migrationsrecht einzuschränken. Wer arbeitslos geworden war, sollte ins Herkunftsland abgeschoben werden. Diese Verschärfung stieß auf den Widerstand organisierter Migrant*innen und ihrer Verbündeten.

Der Fotograf Jürgen Henschel dokumentierte Demonstrationen und Kulturveranstaltungen türkeistämmiger Aktivistinnen, für die Berlin längst zur Heimat geworden war. Ihre Kämpfe sind ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte, dennoch ist dieses Kapitel vielen bis heute unbekannt. Mit Henschels Bildern zeigt die Ausstellung «Wir sind keine Rausländer», wie sich türkeistämmige Berlinerinnen als politische Akteure in die Politik einmischten und progressiven Widerstand leisteten. In die Türkei zurückzukehren, wo die wirtschaftliche Krise und politische Repression täglich zunahmen, war für sie keine Option. Stattdessen kamen über den Familiennachzug zwischen 1977 und 1980 rund 30.000 Angehörige nach Berlin, darunter vor allem Jugendliche. Fehlende Investitionen im Bildungssektor riefen die Gewerkschaften und Elternvertretungen auf den Plan, die sich sowohl für Unterricht in der Muttersprache als auch für eine ausreichende Anzahl an Deutschkursen einsetzten. Auch türkische Faschisten und Islamisten organisierten sich in West-Berlin. Der Gewerkschafter und Kommunist Celalettin Kesim starb am 5. Januar 1980 an den Folgen eines faschistischen Angriffs.

Die zweisprachige Ausstellung gewährt einen Einblick in die politische Organisierung und das kulturelle Leben türkeistämmiger Menschen im West-Berlin der 1970er und 1980er Jahre. Die gegenwärtigen Debatten um das Recht auf Migration und eine große Fluchtbewegung aus der Türkei zeigen die Aktualität dieser Themen – und die Notwendigkeit von organisiertem, antirassistischem Widerstand.

Eine Ausstellung von Svenja Huck, mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.


Ausstellungsprogramm


11. April 2024 | 19:30 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Svenja Huck


30. Mai 2024 | 19.30 Uhr
Finissage

›Nichts wird besser‹
Über die aktuelle Situation geflüchteter Menschen in Berlin informieren Sina Stach und Djairan Jekta vom Flüchtlingsrat Berlin.


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Bilder

Feb. 2024 | Inventur

Ausstellungsplakate aus den Jahren 1984 bis 2023

Die Galerie Olga Benario macht Inventur und zeigt die archivierten Ausstellungsplakate.


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Nov. 2022 | Olga Benario

Annäherungen an eine Revolutionärin

Kurzbeschreibung demnächst …

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Sept. 2023 | Chile resiste. persiste. existe.

Demokratische und soziale Massenproteste in Chile von 2011 bis 2020.
Fotografien von Fresia Saldias Rodriguez.


Vor 50 Jahren putschten faschistische Militärs gegen die demokratisch gewählte Volksfrontregierung von Salvador Allende in Chile. Mehr als 30 Jahre nach dem Sturz der Pinochet-Diktatur sind deren politische und soziale Folgen immer noch im Land zu spüren.

„Ziel dieser Ausstellung von Fotos ist es, die Bemühungen des chilenischen Volkes, seine sozialen, politischen und wirtschaftlichen Probleme zu lösen, anschaulich darzustellen. Es ist eine Geschichte des permanenten Widerstands, um zu überleben und Aktionsformen für den Kampf um Grundrechte zu entwickeln. Wir konzentrieren uns in dieser Ausstellung auf die letzten Jahre, weil sie den Widerstand, das Fortbestehen und die Existenz dieses Volkes demonstrieren, das seit Generationen darauf beharrt, echte demokratische Verbesserungen zu erreichen, die durch transnationale und nationale Konzerninteressen verhindert wurden.“

Fresia Saldias Rodriguez


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Nov. 2020 | Homestory Deutschland

Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart

Die Porträtfotos und Lebensgeschichten von 27 schwarzen Männern und Frauen aus drei Jahrhunderten zeigen Erfahrungen und Kämpfe in einer weißen Mehrheitsgesellschaft.

Eine Ausstellung der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland – ISD Bund e.V.

Die Ausstellung „Homestory Deutschland“ haben wir im Dezember 2020 aufgehängt. Mit der „2. Welle“ der Covid-19-Pandemie und den seit November 2020 angeordneten Lockdown-Maßnahmen kam es nicht mehr dazu, die Ausstellung öffentlich zu präsentieren und wie gewohnt mit einem Veranstaltungsprogramm zu begleiten.

März 2020 | Mascha, Nina und Katjuscha

Frauen in der Roten Armee 1941 – 1945

Um den Kriegseinsatz von mehr als 800.000 Frauen in der Roten Armee ranken sich Schreckbilder und Mythen. Den Deutschen galten sie als „Flinten­weiber“, als herausragende Beispiele bedrohlicher „Entartung“. Nach dem Krieg wurden der Beitrag und die Erfahrungen der weiblichen Soldaten der Roten Armee in der offiziellen wie gesellschaftlichen Erinnerung der Sowjetunion weitgehend tabuisiert. So ist über ihren Kriegseinsatz und ihren Alltag bis heute nur wenig bekannt geworden. Die Ausstellung thematisiert Mythen wie Schreckbilder und setzt ihnen die vielschichtige Realität entgegen.

Eine Wanderausstellung des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst.

Die Ausstellung wurde am 12. März 2020 eröffnet. Aufgrund der danach Corona bedingten angeordneten Einschränkungen des öffentlichen Lebens konnte das vorgesehene Veranstaltungsprogramm nicht mehr umgesetzt werden.

Ausstellungsprogramm


Donnerstag 12.03.2020 | 19:30 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Swantje Bahnsen, Wissenschaftliche Volontärin im Museum Berlin-Karlshorst.


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Nov. 2019 | Damals wie heute: Die Häuser denen, die drin wohnen!

Eine Fotoausstellung vom Umbruch Bildarchiv

Es läuft eine lange Linie von den ersten Hausbesetzungen der 1970er Jahre über die Häuserkämpfe Anfang der 80er in West-Berlin zu 1990/91 in Ost-Berlin (Mainzer Straße) bis in unsere Tage. Zurzeit beginnen sich erneut mehr und mehr Betroffene gegen Vertreibung und Gentrifizierung zu wehren. In Berlin schlagen nun damalige Besetzerinnen und jetzige Aktivistinnen eine Brücke zwischen den Ereignissen damals und heute. Vieles von dem, was die Bewegung in den 1980er Jahren angetrieben hat, gewinnt zunehmend wieder an Bedeutung: sei es der Kampf um Freiräume oder der gegen Verdrängung und Spekulation.

Eine neue Bewegung nimmt mit wachsender Zustimmung der Bevölkerung an Fahrt auf. #Mietenwahnsinn stoppen!, #Zwangsräumung verhindern! #besetzen, #Berliner Linie abschaffen! #Deutsche Wohnen enteignen!

Eine Fotoausstellung des Umbruch Bildarchiv



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Sept. 2019 | Politik am Bau

Die wechselhafte Geschichte des Kulturzentrums Gabriela Mistral. Santiago, Chile

Spuren des 1000 Tage währenden demokratischen Sozialismus gibt es in Chile bis heute. Direkt im Zentrum Santiagos liegt das Kulturzentrum Gabriela Mistral (GAM). Doch nur wenige wissen von der wechselhaften politischen Nutzung des Gebäudes: UNO-Diplomatinnen, Stadtteilorganisationen, Beamtinnen, Künstlerinnen, Diktatoren, Sportschuhhersteller, Tanzensembles – seit knapp 50 Jahre Ort fungiert das GAM als Bühne von gesellschaftlichen Brüchen und Wandel. „Politik am Bau“, eine Ausstellung des Rechercheprojekts „Allendes Internationale“ erforscht diese sozialen Sedimente aus verschiedenen Blickwinkeln: Zeitzeuginneninterviews, holographische Projektionen verschwundener Kunstwerke und ein Zeitstrahl aus Texten und Fotos verdichten sich gemeinsam zu einer widersprüchlichen Chronologie, die sich auch im Jahr 2019 fortschreibt. Kuratiert von Pamela Cuadros und Álvaro Garreaud.

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Mai 2019 | Immer wieder?

Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945.

10, Mai bis 14. Juni 2019 im Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83

Ausstellung des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand und des Antifaschistischen Presse- und Bildungszentrums apabiz e.V. im Rathaus Neukölln (geöffnet zu den Rathaus-Öffnungszeiten, zum Festival Offenes Neukölln am 24. Mai und zu 48-Stunden-Neukölln am 14. Juni bis 20 Uhr)

Seit der Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 und den rassistischen Mobilisierungen scheint die extreme Rechte in der Bundesrepublik präsent wie nie zuvor. Tatsächlich ist sie jedoch kein neues Phänomen – auch in Berlin nicht. Die Ausstellung erzählt beispielhaft von zehn Ereignissen, die unterschiedlichen Aktionsfeldern der extremen Rechten zuzuordnen sind. Gleichzeitig dokumentiert sie den gesellschaftlichen Widerstand.

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März 2018 | Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus

Die Ausstellung nimmt exemplarisch sieben ganz unterschiedliche Berliner Bibliotheken in den Blick: Welche Sammlungen wurden von den Nationalsozialisten zerschlagen, welche Einrichtungen geschlossen? Was geschah mit verbotener Literatur in Volksbüchereien und wie ging man in wissenschaftlichen Bibliotheken damit um? Welche Wege nahm das Raubgut von Verfolgten, wer hat davon profitiert? Auch die Ausgrenzung von Nutzerinnen und Nutzern sowie die Entlassung und Diskriminierung von Bibliothekspersonal kommen zur Sprache.

Eine Sonderausstellung anlässlich der Bücherverbrennungen vor 85 Jahren des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

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Nov. 2018 | Unruhe – Aufruhr – Revolution

November 1918 – Fotomontagen von Gerhard Schumm

„In diesem Fotoprojekt arbeite ich mit Fotos aus der Zeit der Novemberrevolution, die ich im Internet vorfinde. Ich wähle diejenigen Fotos aus, die mich neugierig machen, die mich berühren, die mich anspringen. Detektivisch recherchiere ich dann die Orte, an denen diese Fotos aufgenommen wurden und bringe sie an ihre ursprünglichen Orte zurück. Dort erstelle
ich Fotomontagen, die das alte Foto in die aktuelle Umgebung einbetten. Ich hoffe, ich kann auf diese Weise historische Schichten unter dem Gegenwärtigen erspürbar machen. Das Vergangene liegt zwar hinter uns. Es mag verschlossen wirken. Aber abgeschlossen ist es noch nicht.“

Gerhard Schumm

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Juni 2018 | Jürgen Henschel – Der Mann auf der Leiter

Bilder aus Neukölln vor und nach 1968.

Jürgen Henschel begleitete Demonstrationen, Straßenfeste, Ausstellungseröffnungen, Kämpfe der Gewerkschaften und Diskussionsveranstaltun­gen und zeigte Menschen, die etwas „bewegten“. Aber auch seine Fotos brachten etwas in Bewe­gung. Weltweit bekannt wurde Jürgen Henschel durch seine Aufnahme vom toten Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967, dieses Foto ging um die Welt. Jürgen Henschel war „der Mann mit der Leiter“, neben seiner Kameraausrüstung war er zusätzlich mit einer leichten Aluminiumleiter „bewaffnet“, um über die Köpfe der Menschen hinweg eindrucksvolle Fotos zu machen. Am 15. Juni 2012 ist Jürgen Henschel gestorben.

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Apr. 2018 | Ausgeblendet

Der Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin

Gemeinsames Projekt der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz und des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin

Im Stadtbild Berlins finden sich heute zahlreiche Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Mahnmale, die an die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern. Der Einrichtung vieler dieser Orte – gerade, wenn es sich um sogenannte Täterorte handelt – ging jedoch eine lange Geschichte des Ausblendens und Verschweigens sowie politischer Auseinandersetzungen voraus. Die Ausstellung erzählt von diesem schwierigen Prozess und dem großen Engagement einzelner Menschen und Initiativen für eine angemessene Erinnerungskultur in West-Berlin

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Febr. 2018 | Wasser als Waffe – Hasankeyf soll leben

Türkischer Kolonialismus in Kurdistan und der Kampf gegen den Ilisu-Staudamm

Die historisch einzigartige 12.000 Jahre alte Felsenstadt Hasankeyf im kurdischen Südosten der Türkei droht ebenso wie rund 200 Dörfer in den Fluten eines gigantischen Stausees zu verschwinden. Beim Bau des Ilisu-Großstaudamms am Oberlauf des Tigris geht es nicht um nachhaltige Energiegewinnung. Vielmehr setzt die Regierung in Ankara das Wasser als Waffe gegen Mensch, Kultur und Natur zur Durchsetzung politischer Interessen ein. Durch das Aufstauen des Tigris soll die Bevölkerung in einer Hochburg der linken Demokratischen Partei der Völker (HDP) ihrer Lebensgrundlagen beraubt, die kurdische Guerilla in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und das Nachbarland Irak erpressbar gemacht werden. Ein Kulturerbe der Menschheit soll für Machtinteressen und Profitgier zerstört werden.

Eine Ausstellung von der Initiative zur Rettung von Hasankeyf.

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Nov. 2017 | Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt

Aristides de Sousa Mendes: Ein Beispiel für Zivilcourage

Ein besonderes Beispiel für Zivilcourage ist der frühere portugiesische Generalkonsul in Bordeaux, Aristides de Sousa Mendes (* 19. Juli 1885, † 03. April 1954), der während des Zweiten Weltkriegs rund 30.000 Menschen das Leben rettete und dessen Name lange vergessen war. Die Ausstellung von ViVer – Vision und Verantwortung e. V. erzählt die beeindruckende Geschichte dieses Mannes.

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Okt. 2017 | Stolpersteine in Neukölln

Erinnerungskultur von unten

Fast 200 Stolpersteine sind in den letzten fünf Jahren durch bürgerschaftliches Engagement in Neukölln verlegt worden. Stolpersteine machen täglich im Straßenbild von Neukölln auf die persönlichen Schicksale von Opfern des Nationalsozialismus aufmerksam. Jeder einzelne Stein symbolisiert die Leerstelle, die entstand, weil ein Mensch von den Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten gewaltsam aus seiner Nachbarschaft gerissen wurde. In ihrer Gesamtheit ergeben die von Gunter Demnig entworfenen Steine eine „soziale Skulptur“ – ein Kunstwerk, das durch die Beteiligung vieler einzelner Menschen zum Wohl einer Gesellschaft beiträgt. Die Ausstellung stellt ausgewählte Neuköllner Bürgerinnen und Bürger vor, für die ein Stolperstein verlegt wurde. Sie zeigt die verschiedenen Akteure und Organisationen, die sich mit großem sozialem Engagement für die Erinnerungsarbeit im Bezirk einsetzen.

Sehr bedanken möchten wir uns beim Mobilen Museum Neukölln, das uns die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat-

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März 2017 | Geschichte(n) im Quartier

Richardplatz Süd – 10 Orte im Wandel

Anhand von ausgewählten historischen Orten wird die Geschichte und Entwicklung rund um den Richardplatz erzählt.
Mitten im dichten Stadtraum von Neukölln zeigt sich auch heute noch der Richardplatz als Siedlungskern und Kleinod des Bezirks. Die Ausstellung spannt einen Bogen über die Jahrhunderte: Ausgehend von der Siedlungsgeschichte über die rasante Stadtentwicklung um die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) bis in die Gegenwart des Quartiers. Auf zehn Ausstellungstafeln werden die Orte und ihre Entwicklung mit dokumentarischem Bildmaterial veranschaulicht und ihre wechselhafte(n) Geschichte(n) erzählt. Die Orte sind jeweils mit persönlich erlebter Geschichte verknüpft. Zu jedem Ort erzählt eine real verbürgte oder fiktiv geschichtsnahe Person aus ihrer Biografie.

Eine Ausstellung von Kerstin Jablonka und Birgit Zschunke im Auftrag des Quartiersmanagment Richardplatz Süd

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März 2017 | Chancen genutzt

Mut- und Bildungsgeschichten von Migrantinnen aus 25 Jahren TIO-Qualifizierungsprojekt

25 Migrantinnen – aus der Türkei, aus dem Libanon und dem Iran, aus den Philippinen, aus Ex-Jugoslawien, Russland, Angola, Spanien, Italien und Polen: Exemplarisch wird in der Ausstellung erzählt, wie sich die Frauen aufgemacht haben, ihr Leben zu verändern, ihren Horizont zu erweitern und sich berufliche Perspektiven zu erobern.

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Nov. 2016 | Neues zu Olga Benario

Comics und Dokumente

Vor 80 Jahren wurde Olga Benario, hochschwanger, zusammen mit Elise Ewert, genannt Sabo, aus Brasilien an Nazi-Deutschland ausgeliefert. In Berlin musste sie ihre Tochter Anita Prestes im Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße am 27. November 1936 zur Welt bringen. Aus diesem Anlass zeigt die Galerie erst jetzt öffentlich zugänglich gewordene Dokumente zur internationalen Solidaritätskampagne zur Befreiung von Olga Benario, Sabo und Anita. Gerettet wurde dadurch die Tochter von Olga Benario. Zu sehen sind außerdem Comics von Neuköllner Schülerinnen und Schüler zur Geschichte von Olga Benario.


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Aug. 2016 | Franz Mehring

Sozialistischer Publizist und Historiker

Erinnerung an einen bedeutenden sozialistischen Publizisten und Historiker, dessen Namen Strassen und Plätze Berlins tragen.

Ausstellung von Werner Ruch

Juni 2016 | Frauen im Kreuzfeuer

Fotoausstellung

Die Fotoausstellung zeigt Arbeiten der britischen Fotografin Jenny Matthews. Auf 36 Schwarz-Weiß- Bildern berichtet sie über Erfahrungen, die Frauen von Afghanistan bis Uganda mit Krieg und Gewalt gemacht haben. Diese Frauen fliehen, leiden, kämpfen, verhandeln und setzen sich für den Frieden ein. Die Fotografin dokumentiert den unbeugsamen Überlebenswillen und den Einfallsreichtum dieser Frauen. Ihre Fotos zeigen, wie Frauen den Krieg und die Gewalt überlebt haben, ein neues Leben beginnen und entscheidend am Wiederaufbau mitwirken. Gemeinsam bewältigen diese Frauen traumatische Erfahrungen, entwickeln neue Fähigkeiten und Selbstbewusstsein.

Sehr bedanken möchten wir uns beim Verein Oxfam Deutschland, der uns die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Die Fotoausstellung wird von Oxfam im Rahmen seiner Arbeit zu Krisen und Konflikten gezeigt.

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April 2016 | Back to Rojava

Bilder des kurdischen Aufbruchs in Syrien

«Rojava» («Westen») nennen die KurdInnen ihr Siedlungsgebiet im nordwestlichen Syrien, in unmittelbarer Nähe zur türkischen Grenze. Die Fotografien zeigen die Situation in den Kantonen Cizîrê und Kobanê: Die jezidischen Flüchtlinge, die vor dem «Islamischen Staat» aus dem Shingal-Gebirge fliehen mussten, die medizinische Versorgung in der gerade befreiten Stadt Kobanê, die Zerstörung, aber auch den Mut der kurdischen Bevölkerung für einen Aufbruch aus Ruinen.

Die Ausstellung wurde von medico international erstellt.


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Jan. 2016 | Dem Leben hinterher

Fluchtorte jüdischer Verfolgter | Eine fotografische Spurensuche

Zwischen Oktober 1941 und Kriegsende wurden mehr als 56.000 Berliner Juden in die Vernichtungslager und Mordstätten deportiert. Doch mehr als 5.000 entzogen sich der Deportation und rund 1.700 Juden überlebten versteckt die nationalsozialistische Herrschaft in Berlin, viele von ihnen mit Hilfe nichtjüdischer Helferinnen und Helfer.

Die Ausstellung zeigt einige ausgewählte Orte in Berlin und Umgebung, in denen sich Untergetauchte zu verstecken suchten, darunter in Kirchen- und Werkstattkellern, Gartenlauben, Gutshäusern, Wohnungen und Pensionen. Die Versteckorte sind alltäglich und erscheinen heute oft harmlos. Erst die begleitenden Texte zu den Fotos erzählen die Geschichten zu den Orten und geben Einblick in den dramatischen Alltag der Verfolgten und ihrer Helferinnen und Helfer.

Die Ausstellung entstand in Kooperation zwischen dem Förderverein Blindes Vertrauen e. V. und dem
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt.


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Bildergalerie

Juni 2015 | Sandbostel

Die Überlebenden des Lagers Stalag XB in Sandbostel

Die Fotografin Sarah Mayr hat acht Überlebende des Kriegsgefangenen- und KZ Sterbelagers Stalag XB in Sandbostel, nordöstlich von Bremen, porträtiert und interviewt. Auch werden ihre Fotos vom heutigen Lager Sandbostel gezeigt. An Audiostationen sind Ausschnitte aus den Interviews der Überlebenden zu hören, in dem Buch ‚Sandbostel‘ können die Interviews auf deutsch übersetzt gelesen werden.

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Sept. 2015 | Menschenrechte, Repression & Widerstand in den USA

Ausstellung & Filmreihe von FREE MUMIA Berlin

„Free Mumia Abu Jamal“ heisst es auf Flugblättern und Plakaten, die wieder im Berliner Stadtbild zu sehen sind. Seit der US-Journalist lebensgefährlich erkrankte, ist weltweit die Solidaritätsbewegung erneut gewachsen.Schon in den 90er Jahren rettete eine internationale Kampagne Mumia das Leben. Er sass fast 20 Jahre in einer Todeszelle, weil er wegen Polizistenmordes in einem umstrittenen Verfahren von einer rein weissen Jury zum Tode verurteilt worden war.

Die weltweite Solidarität konnte die Aufhebung des Todesurteils erreichen. Das Todesurteil wurde in eine lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt – und das bedeutet nach US-Rechtssystem Gefängnis bis zum Tod. Die zentrale Forderung lautet: Freiheit für Mumia – sofort. Für Anton Mestin von der Berliner Mumia-Solidarität hat die Losung eine besondere Dringlichkeit: „Im Gefängnis ist die Krankheit von Mumia lange Zeit nicht erkannt worden. Unter Gefängnisbedingungen wird er auch nicht wieder gesund werden.“ Der harte Kern der Mumia-Solidarität hofft, dass sich nun viele Menschen, die bereits in den letzten 20 Jahren aktiv waren, wieder an der Solidaritätsarbeit beteiligen.

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Mai 2015 | Grenzerfahrungen

Fotoausstellung – Die Dialektik der Grenzorte El Paso, Texas und Ciudad Juárez, Mexiko – Migration und Frauenmorde

Sept. 2015 | Erich Mühsam: Dichter – Anarchist – Kriegsgegner – Antifaschist

Menschen lasst die Toten ruhen und erfüllt ihr Hoffen.

Dokumente, künstlerische Darstellungen, Fotos, Bücher und Texte geben Auskunft darüber, wofür Erich Mühsam lebte und kämpfte. 1933 wurde er in der Hufeisensiedlung in Berlin-Neukölln verhaftet, 1934 im KZ Oranienburg ermordet. Warum sein Schicksal und sein Werk bis heute bewegen, dem gehen die Ausstellung und die Veranstaltungen nach.

Zeugnisse, zusammengestellt von Hans Hübner.

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Sept. 2014 | Sebastião Salgado und die Ausstellung ›Terra‹

Landlosenbewegung und Widerstand in Brasilien

Sebastião Salgado – 1944 in Minas Gerais, Brasilien geboren gilt als einer der besten und bedeutendsten Fotoreporter der Welt. Sein Epos „Workers“ wurde auf der ganzen Welt mit großem Erfolg gezeigt. Im Rahmen seines Projektes über weltweite Flüchtlingsbewegungen entstanden die Bilder dieser Ausstellung.

Die Ausstellung „Terra“, wurde erstmalig im April 1997 in Brasilien, Europa, den USA und Asien gezeigt. Der Anlass war die Erinnerung an das Massaker in „Eldorado do Carajás“ bei welchem im April des vorherigen Jahres 19 Landlose auf einer Protestkundgebung von der Militärpolizei hingerichtet wurden.

Doch auch 10 Jahre später ist die Ausstellung immer noch aktuell. Die ungleiche Landverteilung besteht weiterhin und nimmt sogar zu. Noch immer sterben Menschen in Landkonflikten – sei es durch die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, durch Privatmilizen, der Polizei oder durch Hunger.

Die Ausstellung wird mit freundlicher Unterstützung der Amigas/Amigos do MST – Deutschland gezeigt.
Die Veranstaltungsreihe wird in Kooperation mit dem FDCL durchgeführt.

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Sept. 2014 | Die Hoffnung hat zwei schöne Töchter: Wut und Mut

Wut darüber, wie die Verhältnisse sind. Und Mut sie zu ändern.

Frauenfriedensaktionen, ihre Symbole und Bilder.

Eine Ausstellung des Internationalen Frauenfriedensarchivs Fasia Jansen.

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März 2014 | Kolonialgeschichte am Ufer: Von Gröben zu May Ayim

Folgen und Spuren deutscher Kolonialgeschichte in der Gegenwart

Die Ausstellung des Museums Friedrichshain-Kreuzberg verfolgt deutsche Kolonialgeschichte, die mit Otto Friedrich von der Gröben im 17. Jahrhundert begann, bis zu ihren Folgen und Spuren in der Gegenwart. Und sie stellt die neue Namensgeberin der Kreuzberger Uferstraße vor. May Ayim hat sich als afrodeutsche Dichterin, Pädagogin und Aktivistin mit ihrer Lyrik und ihren wissenschaftlichen Arbeiten gegen Alltagsrassismus und kolonialistische Politik gewehrt.

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Dez. 2013 | An den Grenzen

Lampedusa und die europäische Flüchtlingspolitik

Nicht erst seit dem Unglück von Lampedusa mit mehr als 300 Opfern ist das Mittelmeer zum Massengrab für Flüchtlinge geworden. Seit 1988 sind mehr als 19.000 Menschen an den Außengrenzen der EU ertrunken. Insbesondere die italienische Mittelmeerinsel ist zum Sinnbild einer inhumanen EU Asylpolitik geworden. Im Mai 2011 besuchte die sächsische Europaabgeordnete Dr. Cornelia Ernst zwei Auffanglager in Lampedusa. Während des Aufenthaltes entstanden dokumentarische Fotografien, die die Lebensrealität der Flüchtlinge und die Zustände in den Lagern zeigen.

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Sept. 2013 | Chile 1973

Historische als auch aktuelle Aspekte der politischen Situation in Chile

Zum 40. Jahrestag des Putsches in Chile zeigen wir eine Ausstellung mit Ausschnitten aus dem 1974 bei Pahl-Rugenstein erschienenen „Schwarzbuch – Chile“ und eine Sammlung von Chile-Solidaritäts-Plakaten aus aller Welt. In der Veranstaltungsreihe werden historische als auch aktuelle Aspekte der politischen Situation in Chile beleuchtet.

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Mai 2013 | Griechenland 1940 bis heute

Faschistische Besatzung, Bürgerkrieg, Militärdiktatur, Kampf um Entschädigung

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März 2013 | STREIK!!!

Arbeitskämpfe in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert – Politischer Streik und die aktuellen Streikbewegungen in Europa

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Jan. 2013 | über-lebens-welten 2.0

Eine Ausstellung über Lebenswege in Zeiten von Krise, Freihandel und sandinistischer Regierung in Nicaragua

Die neue Ausstellung über-lebens-welten 2.0 des Informationsbüros Nicaragua zeichnet über sechs Jahre Lebenswege von Menschen in Nicaragua nach – einem Land, in dem mit der aktuellen sandinistischen Regierung zwar Sozialprogramme aufgelegt werden, aber mit dem Abschluss des mittelamerikanischen Freihandelsabkommens CAFTA weiterhin neoliberale und nicht menschenwürdige Ziele die Wirtschaftspolitik bestimmen. In Bildern, Texten und Filmen geben insbesondere Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen im informellen Sektor der Städte, auf dem Land und in den Weltmarktfabriken sehr persönliche Antworten auf diese Herausforderungen der Überlebensökonomie und die Frage, ob die Krise eine Auswirkung hat/te. Vertreter*innen der sozialen Bewegung und aus Nicht-Regierungs-Organisationen ergänzen diese Antworten durch ihre politisch analytischen Einschätzungen der Situation.

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Nov. 2012 | Der Mann auf der Leiter

Jürgen Henschel begleitete Demonstrationen, Straßenfeste, Ausstellungseröffnungen, Kämpfe der Gewerkschaften und Diskussionsveranstaltungen und zeigte Menschen, die etwas „bewegten“. Aber auch seine Fotos brachten etwas in Bewegung. Weltweit bekannt wurde Jürgen Henschel durch seine Aufnahme vom toten Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967, dieses Foto ging um die Welt. Jürgen Henschel war „der Mann mit der Leiter“, neben seiner Kameraausrüstung war er zusätzlich mit einer leichten Aluminiumleiter ›bewaffnet‹, um über die Köpfe der Menschen hinweg eindrucksvolle Fotos zu machen. Am 15. Juni 2012 ist Jürgen Henschel gestorben.

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Sept. 2012 | No se vende, se defiende

Die Sehnsucht nach gerechter Bildung: Die Studentenproteste in Chile | Fotografien von Mareen Ledebur

Bildungsproteste haben eine lange Tradition bei den Chilenen, jährlich wiederholen sich Demonstrationen, vor allem in der Hauptstadt Santiago. Mitte des vergangenen Jahres nahmen an den größten Demonstrationen 650 000 Menschen im ganzen
Land teil. Die Galerie Olga Benario zeigt vom 6. September bis zum 25. Oktober Fotografien der Studentenproteste in Chile
2011 von Mareen Ledebur.

„Die chilenische Bildung verkauft sich nicht, sie verteidigt sich!“ – die Rufe der Studenten schafften es 2011 zum ersten Mal auf nationaler und vor allem internationaler Ebene ein großes mediales, aber auch soziales Bewusstsein für ihre Situation zu schaffen. Immer donnerstags wurde demonstriert – gegen das noch seit der Militärdiktatur bestehende Bildungssystem, gegen zu hohe Studiengebühren und die Profitorientierung in der Bildungsmaschinerie. Kostenlose Bildung und Qualität der Ausbildung waren die Hauptforderungen der Studenten. In den Medien fanden diese Proteste durch sich oftmals ähnelnde Bilder – Tränengas und Auseinandersetzungen, Wasserwerfer oder Straßenblockaden – eine eindeutige Prägung der Vorstellungen des Geschehens.

Mareen Ledebur befand sich in Santiago, als die Demonstrationen, Aktionen und Streiks das Studenten- und auch Schülerleben kennzeichneten. Im August und September ging sie ebenfalls auf die Straße. Ihre Kamera suchte nicht die Ausschreitungen, die meist gegen Ende der Märsche stattfanden. Sie sah die Demonstrierenden, lachend und friedlich, die Stärke und den Zusammenhalt unter ihnen und ihre Sehnsucht nach einer gerechteren Bildung und Gesellschaft.
Einen anderen Blick auf die chilenische Erfahrung werfen, das suchen auch die, begleitend zur Ausstellung stattfindenden, wöchentlichen Veranstaltungen über soziale und geschichtliche Hintergründe Chiles, sowie die Bildungsproteste und ihre Auswirkungen im Land. Außerdem soll ein Blick auf weitere weltweit stattfindende Protestbewegungen geworfen werden.

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Mai 2012 | Das Rote Neukölln

Fotoausstellung | Kämpfe und Reformen 1918-1933

Mit seinen sozialen Reformen im Bildungsbereich, in der Gesundheits- und Wohnungspolitik wurde Neukölln in den 1920er Jahren berühmt. Ermöglicht wurde die linke Reformpolitik durch eine Mehrheit der Arbeiterparteien SPD und KPD, die in Neukölln zusammenarbeiteten statt sich gegenseitig zu bekämpfen

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März 2012 | Frauen aus Ravensbrück – Frauen im Widerstand

Aus dem Kalender „Frauen aus Ravensbrück 1995“, der zum 50. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus von der Gedenkstätte Ravensbrück herausgegeben wurde, zeigt die Galerie Porträts und Biografien von Frauen, die während der NS-Zeit im Frauen-KZ Ravensbrück inhaftiert waren, darunter auch Olga Benario. In der Veranstaltungsreihe geht es auch um Widerstand von Frauen nach 1945 und in der Gegenwart.

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März 2012 | Der Stand der Dinge

Seit dem Bestehen der Galerie OLGA BENARIO gehört zu unserer Arbeit auch unsere Präsenz bei Demos und Veranstaltungen mit einem Info-Stand. Seit vielen Jahren sieht man uns am 1. Mai, am Tag der Erinnerung und Mahnung, auf Konferenzen und Kongressen. Davon zeugen die Fotos aus vielen Jahren, die uns in verschiedenen Phasen und mit wechselnder Besetzung zeigen. Was hat sich geändert – viel, gar nichts, zu wenig? Wo sind wir jetzt, wo und wie kann es weitergehen? Was ist der Stand der Dinge? In einer kurzen Veranstaltungsreihe wollen wir einigen aktuellen, aber auch langfristigen Fragen zum Zustand der linken Bewegung nachgehen. Wir möchten uns für die Unterstützung und Begleitung in den vergangenen Jahren herzlich bedanken und wollen mit allen FreundInnen und FörderInnen zum Jahresende der GOB unser 26jähriges Bestehen und 10 Jahre Galerie in der Richardstraße 104 feiern.

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Sept. 2011 | REVOLUCIÒn ES…

Dokumentation der Vallas und Murales – öffentliche Politik im Wandel der Zeiten

Ausstellung der Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V.

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Sept. 2011 | Circus.Freiheit.Gleichschaltung

Eine Ausstellung zu Circus im NS

Ausgehend von Erzählungen von Circus-ArtistInnen, Circus-HistorikerInnen und Überlebenden will diese Wanderausstellung die Geschichte von Circus im Nationalsozialismus öffentlich machen. Sie ist ein Beitrag zum Prozess der Erinnerung und Aufarbeitung der Geschichte des Circus während des Faschismus, der bisher kaum stattgefunden hat. Die Ausstellung ist ein Gegengewicht und eine Aneignung der vorherrschenden Geschichtsschreibung, wie sie von den großen Circusunternehmen bestimmt wird, denn diese lassen in ihren Chroniken die NS-Zeit weitgehend unerwähnt.

Ausstellung von: Projektgruppe Circus im Nationalsozialismus, Wissenschaftliche Leitung: Roxana Küwen, Gestaltung/Layout: Jan Rouven Drunkenmölle

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März 2011 | Frauen in der internationalen Arbeiterbewegung

Am 8. März 2011 begehen wir wie in vielen Orten dieser Welt den Internationalen Frauentag und feiern seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigen wir eine Ausstellung, die wichtige Stationen in der Entwicklung der Frauenbewegung im 20. Jahrhundert dokumentiert.

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Nov. 2010 | Ruth Werner – Leben und Werk

Vom 15. Mai, ihrem 103. Geburtstag, bis zum 7. Juli 2010, ihrem zehnten Todestag, zeigte das Hans-Fallada-Museum eine kleine Sonderausstellung über die Schriftstellerin Ruth Werner, bei deren Umsetzung auf Archivalien aus dem Besitz ihrer Familie zurückgegriffen werden konnte. Mit Bedacht wurden – in einem Carwitzer Literaturmuseum – die Schwerpunkte auf die Carwitzer Jahre und auf das schriftstellerische Schaffen Ruth Werners gelegt – wohlwissend, dass der vielschichtigen Persönlichkeit dieser Frau – sie war Kommunistin und unter dem Decknamen ,,Sonja“ als Agentin des sowjetischen Militärnachrichtendienstes GRU zu Einsätzen in der Mandschurei, in Polen, in der Schweiz und in Großbritannien – bei einer solchen Fokussierung nur unzureichend Rechnung getragen wird.

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Okt. 2010 | Hunger nach Solidarität

Weltweit leiden eine Milliarde Menschen Hunger. Mit den Lebensmitteln, die wir produzieren, könnten zwölf Milliarden Menschen ernährt werden. Die Menge an Brot, die täglich in Wien weggeworfen wird, entspricht dem Tagesbedarf einer Stadt mit 260.000 Einwohnern. Wenn alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger stirbt, warum tun nicht alle was dagegen?
Junge Erwachsene präsentieren ausgehend von einem künstlerischen Wettbewerb, der von SODI initiiert wurde, ihre Plakatbeiträge zum Titel „Hunger nach Solidarität“. Kreativ, überraschend, bissig zeigen sie die Welthungersituation und werfen die Frage nach weltweiter Verbundenheit und Partnerschaft auf.

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Aug. 2010 | El Proceso

Dokumentation einer Reise nach Caracas

Die venezolanische Hauptstadt ist Zentrum eines revolutionären Prozesses. In der Metropole organisieren sich die einst marginalisierten Bewohner in Stadtteilräten, Nachbarschaftsversammlungen und Medien- und Künstlerkollektiven und werden zum Träger einer gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Transformation. Collagen aus Fotografien, Text und Interviewausschnitten porträtieren die Akteure und Schauplätze des Wandels. Organisiert wird die Ausstellung von Studierenden der Europa-Universität Viadrina, die im Sommer 2009 im Rahmen einer Exkursion nach Caracas reisten.

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Juni 2010 | Kick The Past?

Vom Umgang mit Vergangenheiten im heutigen Südafrika

Eine Ausstellung zu den Themen „Leben-Arbeit-Erinnerung“ im Südafrika nach der Apartheid. Sie zeigt Blicke auf Alltagssituationen – abseits der Fußball-WM 2010. In den Veranstaltungen geht es um aktuelle Entwicklungen in der Kultur- und Erinnerungspolitik, Auseinandersetzungen über den Weg zur Einheit nach der „verhandelten Revolution“ und vergangene als auch gegenwärtige Widerstandsformen.

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Febr. 2010 | Deutschland im Krieg

Während wir in der Ausstellung eine Sammlung von Friedensplakaten der letzten Jahrzehnte zeigen, thematisiert die Veranstaltungsreihe die Kriegseinsätze der Bundeswehr seit 1999, den Bundeswehreinsatz im Innern, die Rekrutierungspraxis der Bundeswehr, die Militarisierung der Europäischen Union, aber auch die aktuellen Kampagnen und Ziele der Friedensinitiatven.

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Febr. 2010 | Endlich Gedenkstätte!(?)

Das SA-Gefängnis Papestraße

1933 befand sich in den ehemaligen Schöneberger Eisenbahnerkasernen an der General-Pape-Straße das Gefängnis der sogenannten „Feldpolizei“, einer Sondereinheit der SA-Führung. Insgesamt wurden dort über 2000 Menschen – mehrheitlich politische Gegner der NS-Bewegung – inhaftiert, viele von ihnen gefoltert und Dutzende ermordet.
Trotzdem blieb das Gefängnis lange vergessen. Erst 1992 wurde es durch eine Geschichtswerkstatt wiederentdeckt und 1995 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem fordert die Initiative dort in den authentischen Räumen eine Gedenkstätte. Die Ausstellung zeigt die Geschichte dieser Haftstätte und stellt exemplarisch Erlebnisse und Schicksale von Inhaftierten vor. Die begleitende Veranstaltungsreihe richtet darüber hinaus den Blick auf andere Gedenkstätten und Geschichtsorte aus der Anfangszeit des NS-Terrors.

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Sept. 2009 | Die HOHEN Kosten der niedrigen Preise

„Voll auf die Tüte“

Wir zeigen die Ausstellung des Gestaltungswettbewerbs „Voll auf die Tüte“, der im Rahmen der Lidl-Kampagne „Fair kaufen“ von der Gewerkschaft ver.di ausgeschrieben wurde.

Ziel der Kampagne war die Aufklärung über die unhaltbaren Missstände im Arbeitsalltag der VerkäuferInnen. Die Billig-Kette zählt zu den undurchsichtigsten Handelsunternehmen in Europa und verhindert systematisch die gesetzlich vorgesehene Mitbestimmung im Betrieb.

In der Veranstaltungsreihe geht es darüber hinaus auch um die Bedingungen, unter denen weltweit die Billigwaren für die Discounter produziert werden.

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April 2009 | Menschenrechte in Lateinamerika

Veranstaltungsreihe und Fotoausstellung der peace brigades international

Die Fotoausstellung „25 Jahre Erfahrungen in gewaltfreier Konfliktbearbeitung – Praxis der peace brigades international (pbi)“ zeigt die einzigartigen Erfahrungen der peace brigades international (pbi) im Bereich der gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Anlässlich ihres 25jährigen Jubiläums zog die internationale Menschenrechtsorganisation pbi gleichsam Resümée: die Ausstellung berichtet von den Freiwilligen-Einsätzen der internationalen pbi-Teams in Krisen- und Konfliktgebieten in Kolumbien, Mexiko und Guatemala. Durch den Ansatz der schützenden Begleitung bedrohter Personen und Gruppen, sowie durch ihre Bildungsarbeit leistet pbi einen wirksamen Beitrag zur Gewaltprävention und Friedenserhaltung. Auch die Ursprünge und Wurzeln der gewaltfreien Friedensorganisation werden dargestellt.

Sämtliche Fotomotive wurden von pbi-Freiwilligen im Einsatz sowie von befreundeten FotografInnen aufgenommen.
Begleitend dazu finden jeden Donnerstag Veranstaltungen zum Schwerpunkt Lateinamerika statt. Zugesagt haben ReferentInnen aus vielen verschiedenen Menschenrechtsorganisationen, die einen breiten Einblick in ihre Arbeit vermitteln. Es gibt Erfahrungsberichte von ehemaligen Friedensfachkräften, einen Film, der Einblick in den Schutz der Menschenrechte in Kolumbien gewährt, Berichte über Bildungsarbeit in Guatemala – auch mit ungewöhnlichen Methoden – und die Möglichkeit, sich mit internationalen Gästen und den ReferentInnen über die Situation der Menschenrechte auszutauschen. Mit einer Fiesta Latina wird die Ausstellung am 9. Juli beendet.

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Jan. 2009 | So geht Revolution

Werbung & Revolte

„Join the Revolution!“, „Fight for your rights!“, „Viva la libertad!“, „Radikalisiert das Leben!“. Auf den ersten Blick Parolen und Slogans aus dem Wörterbuch der neuen sozialen Bewegungen. Doch nur auf den ersten Blick. Denn diese Slogans und Parolen stammen allesamt aus kommerziellen Werbeanzeigen, die in den letzten Jahren den Weg in die Medienöffentlichkeit fanden. Bereits seit langer Zeit hat die Werbeindustrie die Bilderwelten linken und alternativen Protests für sich „entdeckt“. Während es in den 60er und 70er Jahren um die Disziplinierung, Umdeutung und Lächerlichmachung der Zeichen des Protests ging, nutzen die kreativen Industrien heutzutage diese Parolen, Ikonen und Symbole zur Erzeugung von Differenz zum gesellschaftlichen Mainstream: Be different! Dem umkämpften Verhältnis von politischen Zeichen, realem Protest und neoliberalen Gegenwartspraxen der Konsumgesellschaft widmet sich die Ausstellung „so geht revolution“, die u.a. Che Guevara, Karl Marx, Mao, Lenin, Ulrike Meinhof, rote Fahnen und rote Sterne, Straßenschlachten und Molotov- Cocktails in 100 kommerziellen Werbeanzeigen von 1967 bis heute zeigt – und nicht zuletzt die Frage stellt, was Begriffe wie Freiheit, Radikalisierung und Revolution heute bedeuten sollen.

Der Ludwigsburger Kulturwissenschaftler Rudi Maier sammelt seit langer Zeit „revolutionäre“ Werbeanzeigen, im Archiv der Mediologischen Vereinigung Ludwigsburg finden sich derzeit ca. 1800 Print-Anzeigen von 1967 bis heute und etwa 60 TV-Werbevideoclips.

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Dez. 2008 | 50 Jahre kubanische Revolution!

Variaciones sobre el pensamiento cotidiano

Variationen über alltägliche Gedanken

Die Ausstellung “Variationen über alltägliche Gedanken” des kubanischen Künstlers Julio Neira zeigt einen Ausschnitt seines künstlerischen Schaffens aus mehreren Werkzyklen. Obwohl die Arbeiten aus unterschiedlichen Phasen stammen,
haben sie eines gemeinsam: die Beziehung des Menschen zu Gegenständen, Geräten sowie deren Auswirkungen, die unseren Alltag bestimmen. Der ironische Blick des Künstlers bietet uns die Möglichkeit, über irrationales Verhalten von
Menschen sowie über dessen tagtägliche Konsequenzen nachzudenken.

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Okt. 2008 | Steh‘ auf Arthur, heute ist Revolution!

Momentaufnahmen der deutschen Revolution 1918/19 aus Berlin

Anlässlich des 90. Jahrestages der Novemberrevolution wird die in Berlin zuletzt Anfang der neunziger Jahre gezeigte Foto-
Wanderausstellung ´Steh auf, Arthur, heute ist Revolution` in neuer Bearbeitung präsentiert.

In der Galerie wird eine Auswahl gezeigt, deren Schwerpunkt auf der Darstellung der politischen Ereignisse im Winter 1918/19 in Berlin liegt. Zu sehen sind vor allem uniformierte und zivilgekleidete Männer. Die Fotos spiegeln Situationen, die von Mangel, Hoffnung, Bangen und Zerstörung geprägt waren. Diese Zuordnungen und Gewichtungen wechseln je nach Standpunkt von Betrachter und Betrachterin. Die meisten Fotos stammen von dem damaligen Pressefotografen Willy Römer (1887-1979). Zusammengestellt haben die Ausstellung: Günter Watermeier, Historiker, seit mehr als 15 Jahren den Ereignissen rund um die Novemberrevolution auf der Spur, Verfasser des Publikation „Politischer Mord und Kriegskultur an der Wiege der Weimarer Republik“ und Jürgen Frohnmaier, der als Grafiker der Ausstellung von Beginn an seine gestalterische Note verliehen hat. Die Galerie bedankt sich auch bei der Unterstützung durch Diethart Kerbs.

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Juni 2008 | Egon Erwin Kisch

Der Rasende Reporter

›Ich glaube, einmal werden die Menschen über die Welt nichts als die Wahrheit lesen wollen.‹

Egon Erwin Kisch

In der Ausstellung werden die wichtigsten Lebensstationen Kischs gezeigt: Jugend in Prag, Soldat im 1. Weltkrieg, Kommandant der Roten Garden von Wien 1918, Reporter in Berlin in den zwanziger Jahren, seine großen Reportagereisen, Exil in Mexiko und Heimkehr nach Prag.

Eine Ausstellung von Dr. Marcus G. Patka, Jüdisches Museum Wien

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Jan. 2008 | Olga Benario

Annäherung an eine Revolutionärin

Olga Benario wäre am 12. Februar 2008 hundert Jahre alt geworden. Und – die Galerie Olga Benario feiert ihr 24jähriges Bestehen. Wir werden diesen Tag mit Olgas Tochter Anita, die aus Brasilien nach Deutschland kommt, begehen. Sie wird mit uns gemeinsam den Stolperstein, der zu Ehren Olga Benarios in der Innstr. 24 installiert wurde, einweihen.
Aus diesem Anlass zeigen wir noch einmal die Ausstellung über das Leben Olga Benarios und wollen im Veranstaltungsprogramm zugleich über die politische Situation in Brasilien informieren.

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Sept. 2007 | Wer waren die 999er?

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte und das Schicksal der vom faschistischen Deutschland im II. Weltkrieg gebildeten und eingesetzten Strafeinheit 999. Im Veranstaltungsprogramm wollen wir eine Verbindung von der politischen Tätigkeit der 999er zu den aktuellen Auseinandersetzungen über die Bundeswehreinsätze herstellen.

Die Ausstellung wurde uns von der Arbeitsgemeinschaft ehemaliger 999er in der VVN-BdA in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zur Verfügung gestellt

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Okt. 2007 | Rote Kapelle

Die Berliner Freundes- und Widerstandskreise

Oda Schottmüller, die Tänzerin, Bildhauerin und NS-Gegnerin, die wir in unseren letzten Ausstellung vorgestellt haben, gehörte zur „Roten Kapelle“, die ein loses Netzwerk von Berliner Freundes-, Diskussions- und Schulungskreisen war, das sich durch persönliche Kontakte in den Jahren 1940/41 herausbildete. Die von Hans Coppi erarbeitete ergänzende Ausstellung dokumentiert ihre Widerstandsakitivitäten auf der Basis des neuesten Forschungsstandes.

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April 2007 | Oda Schottmüller

Tänzerin, Bildhauerin, Nazigegnerin

Die Nazigegnerin Oda Schottmüller (1905-1943) entwickelte mit ihren Maskentänzen eine eigene Tanzästhetik, schuf gesellschaftskritische Choreographien und widersetzte sich mit ihnen der nationalsozialistischen Kulturpolitik und Propaganda. Sie gehörte dem Widerstandskreis um Harro Schulze-Boysen an. Sie wurde am 5. August 1943 in Plötzensee ermordet. Die Ausstellung wurde uns von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zur Verfügung gestellt.

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Jan 2007 | Rosa Luxemburg

Ein Leben für die sozialistische Idee

Jedes Jahr im Januar ziehen mehrere zehntausend Menschen zum Grab von Rosa Luxemburg nach Friedrichsfelde. Ein breites linkes Spektrum versammelt sich einmütig zu ihrem Gedenken. Welche Bedeutung hat die Revolutionärin heute?

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigen wir eine Ausstellung zu Leben und Wirken der Sozialistin.

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Mai 2006 | … zu Gast bei Freunden

Das Olympiastadion 1936 und 2006

Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft zeigen wir eine Ausstellung über den Bau des Olympiastadions und die Vorbereitung der Olympiade 1936 durch die Nationalsozialisten und die internationalen Protest- und Boykottaktionen gegen die Olympischen Spiele 1936.

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Jan. 2006 | Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs

München 1938 / März 1939 | Hintergründe, Ereignisse, Folgen

Eine Ausstellung der Capek-Gesellschaft für Völkerverständigung und Humanismus zur Geschichte der Tschechoslowakei.

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Okt. 2005 | Die vergessenen Opfer des Kalten Krieges

Verfolgung von KommunistInnen und AntifaschistInnen in der Bundesrepublik

Im Kalten Krieg wurden politisch Andersdenkende Opfer einer Justiz, die das Ziel verfolgte, sie aus dem öffentlichen Meinungsbildungsprozess auszuschließen und sie wegen ihrer abweichenden politischen Einstellung zu bestrafen. Die
Ausstellung dokumentiert die politische Verfolgung der 50er und frühen 60er Jahre in der BRD.

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Okt. 2005 | Der Krieg kommt schon, wenn man einfach nichts gegen ihn tut!

Kunst gegen den Krieg von 1917 bis heute

Der engagierte Sammler Hans Hübner hat Plakate, Grafiken, Fotos und Karikaturen zusammengetragen. Er legt großen Wert auf aktuelle Bezüge, die im Rahmen der Veranstaltungen aufgegriffen werden.

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März 2005 | Im Schatten des Sterns

Geschichte(n) des Daimler-Konzerns von Marienfelde bis Argentinien

Vor 2 Jahren haben KollegInnen des DAIMLER CHRYSLER-Werk in Marienfelde eine Ausstellung erarbeitet, die die Entwicklung des Konzerns aus Sicht der Beschäftigten darstellt. Wir haben sie für die Galerie erweitert und aktualisiert. Schwerpunkte der Dokumentation sind die ZwangsarbeiterInnen, die während des Faschismus für den Konzern schuften mussten, der antifaschistische betriebliche Widerstand im Werk, die Verstrickung des Autokonzerns in die “Wäsche“ von Nazigeldern nach dem 2. Weltkrieg sowie die Unterdrückung und das “Verschwindenlassen“ von Betriebsräten bei Mercedes Argentinien in Zusammenarbeit mit der Militärdiktatur. Darüber hinaus informieren wir in den Veranstaltungen über die Arbeit der Kritischen AktionärInnen und des Arbeitskreises Internationalismus in der IG Metall. Aktuell bilanzieren Vertrauensleute des Betriebs ihren Kampf gegen das “Erpresswerk DAIMLERCHRYSLER“.

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Jan. 2005 | Die Kinder von La Hille

Hundert jüdische Kinder wurden nach dem Pogrom von 1938 nach Brüssel geschickt, waren vor den einrückenden deutschen Truppen auf der Flucht, fanden in Südfrankreich Asyl, mussten weiter fliehen und konnten dank mutiger Aktionen vieler HelferInnen rettende Grenzen überschreiten oder in Frankreich untertauchen. Das junge belgische
Ehepaar Elka und Alexander Frank hatte freiwillig die Betreuung der Kinder im Alter von 4 bis 16 Jahren übernommen. Sie haben fast alle überlebt. Vera Friedländer erhielt den Nachlass von Alexander Frank und stellte aus den Fotos und Dokumenten eine Ausstellung über die „Kinderrepublik“ zusammen.

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Dez. 2004 | Ausstellung Olga Benario

Annäherung an eine Revolutionärin

Aus Anlass der Kinopremiere der Dokumentarfilms „Olga Benario. Ein Leben für die Revolution“ von Galip Iyitanir zeigen
wir noch einmal die Ausstellung, die zum 20-jährigen Bestehen unserer Galerie am Anfang dieses Jahres über unsere Namensgeberin bereits zu sehen war. Das Material für diese Ausstellung, die bisher unbekannte Aspekte des Lebens von Olga Benario vorstellt, stammt überwiegend aus den Recherchen von Galip Iyitanir für seinen Olga-Benario-Film. Die Fotos, Dokumente und Briefe sind deshalb eine hervorragende Ergänzung zum Film und umgekehrt.

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Sept. 2004 | Cuba no está sola – Cuba ist nicht allein

30 Jahre Achse der Freundschaft Berlin-Kuba

Die Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V. (FBK) wurde 1974 in Westberlin gegründet. Zum Anlass des 30jährigen Bestehens präsentiert das FBK in Zusammenarbeit mit der Galerie Olga Benario vom 16. September 2004 bis zum 18. November 2004 eine Ausstellung über seine Arbeit.

Eine Ausstellung der Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V.

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Mai 2004 | Widerstand auf zwei Rädern

Das Fahrrad als vielfältiges Mittel des politischen und sozialen Widerstands

Mit diesem Projekt möchten wir das Fahrrad als vielfältiges Mittel des politischen und sozialen Widerstands in den Blick rücken. Als das Fahrrad mit Beginn seiner industriellen Massenproduktion für mehr Menschen erschwinglich wurde, bedeutete das einen Mobilitätsgewinn für viele ArbeiterInnen.

Am Beispiel des „Arbeiter-Radfahrer-Bundes SOLIDARITÄT“ stellen wir die Verbindung des Fahrrades zu Arbeiterkultur und Agitation dar. Einen anderen Widerstand – gegen bürgerliche Moral und männliche Vorurteile – zeigten die Frauen, als sie das Fahrrad für sich eroberten. Im Zentrum stehen Geschichten und einzelne Bilder über das Fahrrad im Widerstand gegen die faschistische Okkupation in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Dänemark. Ob das Fahrrad auch heute noch „widerstandsfähig“ ist, ist nur eine der Fragen, die wir uns dieses Mal stellen wollen…

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Mai 2003 | Marx – vorwiegend heiter

Karl-Marx Karikaturen aus der Sammlung Hans Hübner

Hans Hübner – Bibliothekar, Kulturwissenschaftler, Autor und „ Marxianer“ – sammelt seit vielen Jahren Plakate, Karikaturen und Preziosen mit Karl Marx als Motiv. Wir freuen uns, einen Teil seiner Sammlung in der Galerie Olga Benario zeigen zu können.

In den Veranstaltungen wollen wir uns sowohl mit historischen Aspekten der Marxforschung als auch mit der Aktualität historischer Analysen auseinandersetzen.

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3Q 2003 | Chile 1973 Geschichte eines Putsches

Chile – auf der Suche nach Freiheit

Fotografien von Juan Carlos Carcerès

2Q 2003 | Kriege für eine neue Welt(ordnung)!?

Vorkriegszeit Januar 2003 – Gesichter des Irak
Kriegsverbrechen der NATO in Varvarin/Jugoslawien

Fotografien von Gabriele Senft

Febr. 2003 | Frauenprotest in der Rosenstraße

1943 retteten mutige Berlinerinnen ihre jüdischen Ehemänner und Kinder vor der Deportation in die Massenvernichtungslager. Eine Woche lang standen sie vor dem Sammellager in der Rosenstraße, wo heute ein Denkmal von Ingeborg Hunzinger an diese für die NS-Zeit einmalige Geschichte erinnert. Zum 60. Jahrestag zeigen wir die Ausstellung von 1993.

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Dez. 2002 | Partigiani

Der Widerstand in Italien gegen Faschismus und deutsche Besatzung

Eine Fotoausstellung der Institute für Widerstand und Zeitgeschichte Modena – Parma – Reggio Emilia

Die Ausstellung gibt anhand kurzer historischer Erläuterungen und zahlreicher Fotos und Plakate einen Überblick über den Faschismus in Italien seit 1922 sowie die Okkupation Italiens durch Nazi-Deutschland und enthält eine umfangreiche Dokumentation der italienischen Resistenza.

Wir bedanken uns für die Möglichkeit, diese Ausstellung in der Galerie Olga Benario zeigen zu können.

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Okt. 2002 | Neofaschismus in der BRD

Eine Ausstellung der WN-BdA

In der BRD werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden – über hundert Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert. Geht hier die jahrelange Saat von Alt- und Neofaschisten auf? Können diese Ereignisse mit denen aus der NS-Zeit verglichen werden?

Haben die Ausbreitung rassistischen Denkens und die daraus erwachsende Gewalt heute ganz andere Gründe als damals? Die Ausstellung will dazu beitragen, dass diese Bilder nicht auf Dauer zum deutschen Alltag gehören. Sie will über Ideologie und Praxis des Neofaschismus informieren. Sie will Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns benennen und dazu beitragen, antifaschistische Gegenstrategien zu entwickeln

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Apr. 2002 | Griechenland 1940 bis heute

Faschistische Besatzung, Bürgerkrieg, Militärdiktatur, Kampf um Entschädigung

Unter diesem Titel führt die Galerie Olga Benario in ihren Räumen zwei Ausstellungen zusammen und begleitet sie mit einer Veranstaltungsreihe. Die Fotografien von Voula PapaiounnouBilder der Verzweiflung und Hoffnung – Grie-
chenland 1940 – 1960
“ zeigen das Alltagsleben unter der faschistischen Besatzung, während des Bürgerkrieges und der Zeit danach, die Ausstellung „Hellas unterm Hakenkreuz“, die durch die Unterstützung von Dr. Martin Seckendorf zustande kam, stellt die Verbrechen der Wehrmacht und den Widerstand dar und thematisiert die immer noch ausstehende Entschädigung der griechischen Opfer.

Wir bedanken uns bei der Griechischen Kulturstiftung, dem Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg und der VVN-BdA Darmstadt für die Unterstützung.

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1Q 2002 | wegweisend

Die Namensgeberinnen des Neuköllner Frauenviertels

Eine Wanderausstellung der Frauenbeauftragten Neukölln

Nov. 2001 | Inventur

Eröffnung der neuen Galerie

Auch wenn die Räume der neuen Galerie in der Richardstraße Neukölln nur teilweise fertig sind, haben wir uns entschlossen, zu eröffnen, weil viele, die sich für unsere Arbeit interessieren und für die unsere Galerie ein Ort des poli-
tischen Austausches ist, ungeduldig darauf warten und weil gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Möglichkeit, sich über die politische Entwicklung zu informieren und gemeinsam zu diskutieren, besonders wichtig ist. Die aktuelle Situation nach den Attentaten am 11. September in den USA und den Angriffen auf Afghanistan stehen im Mittelpunkt unserer Veranstaltungen bis Ende des Jahres.

Ausstellungsplakate der Galerie Olga Benario

Zum Neubeginn gehört auch die Rückschau. Unsere erste Ausstellung in den neuen Räumen ist unserer Arbeit seit 1984 gewidmet. Dies soll auch all denen Gelegenheit geben, sich ein Bild von uns zu machen, die die Galerie bisher nicht kannten, zum Beispiel unseren neuen Nachbarn und Nachbarinnen.

Unserer neuen Galerieräume in der Richardstraße liegen mitten im Neuköllner Kiez. Dem wollen wir in unserer zukünftigen Arbeit Rechnung tragen, wobei wir auf eine gute Zusammenarbeit mit anderen Neuköllner Kulturprojekten hoffen. Zur Eröffnung der Galerie zeigen wir einen Dokumentarfilm über die Geschichte der Richardstraße.

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Mai 2001 | CubaVision

Eine Ausstellung von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann (Arbeiterfotografie)

Die Galerie OLGA BENARIO möchte die Fotoausstellung zum Anlaß nehmen, mit ihrem Programm über die Geschichte Kubas, die Wirtschaftsblockade der USA und die aktuellen Probleme zu informieren. Die Solidaritätsgruppen, die seit vielen Jahren mit den KubanerInnen kooperieren, stellen ihre Arbeit dar. Ergänzend werden Filme über Kuba aus den letzten 40 Jahren gezeigt.

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Feb. 2001 | Stationen einer Künstlerin – Helen Ernst 1904 – 1948

Modezeichnerin und politische Grafikerin
Berlin – Amsterdam – Ravensbrück

Eine Ausstellung der Galerie Olga Benario mit Unterstützung von Hans Hübner.

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Nov. 2000 | Wolfgang Szepansky: Ich sag es euch mit meinen Augen

Zeichnungen, Linoldrucke, Aquarelle, Ölbilder

Aus Anlass des 90. Geburtstag von Wolfgang Szepansky zeigen wir Bilder aus seinem politischen Leben, von ihm selbst gezeichnet. Im Mittelpunkt stehen Widerstand gegen die Nazis und die Haft im KZ Sachenhausen.

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Juni 2000 | Oh, Du mein Österreich

Plakatausstellung zum österreichischen Widerstand und Karikaturen von Manfred Deix

Die Galerie Olga Benario zeigt eine Plakatausstellung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes
mit dem Titel „Der österreichische Freiheitskampf“. Ergänzt wird diese Ausstellung durch Karikaturen von Manfred Deix.
Die Veranstaltungsreihe befasst sich neben der Geschichte Österreichs schwerpunktmässig mit der aktuellen Situation nach dem Wahlerfolg der FPÖ.

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April 2000 | Verschleppt und vergessen

Ukrainische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter
Eine Fotoausstellung von Barbara Mattauch

Vorgestellt werden Biographien von Menschen, die nach der Besetzung der Ukraine durch die Deutschen 1941 zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden. Die Ausstellung ist ein Ergebnis der Städtepartnerschaft Simferopol-Heidelberg. Wir zeigen sie bewusst zu einem Zeitpunkt, an dem noch immer um die Entschädigung auch dieser Menschen gekämpft wird.

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März 2000 | Wo ist die Wahrheit über den Krieg?

Eine Ausstellung der Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum

Seit 24. März 1999 führt Deutschland wieder Krieg. Krieg gegen Jugoslawien. Es ist der dritte Angriffskrieg gegen Jugoslawien im letzten Jahrhundert. Der Krieg von 1999 wurde von der rot-grünen Regierung u.a. mit der propagandistischen Losung „Nie wieder Auschwitz“ gerechtfertigt. Die Ausstellung enthält historisches und
aktuelles Fotomaterial, während sich die Veranstaltungsreihe überwiegend mit dem Krieg gegen Jugoslawien im Jahr 1999 beschäftigt und Gelegenheit zu einer weiteren öffentlichen Auseinandersetzung mit der bundesdeutschen Militarisierung bietet.

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Sept. 1999 | 1. September 1939 – Der Überfall auf Polen

Kriegsvorbereitung und Ziele der faschistischen Okkupation

›Ab 5.45 Uhr wird zurückgeschossen‹, hieß es im großdeutschen Rundfink. Johlend rissen die deutschen Soldaten die Grenzpfähle zum polnischen Nachbarland nieder und überfluteten das Land mit Tod, Vernichtung und Chaos ›Zurückgeschossen‹ wurde nach einem von den Faschisten inszenierten ›Überfall‹ auf den Gleiwitzer Sender durch in polnische Uniformen gezwungene KZ-Häftlinge, die man auf den Stufen zum Sendegebäude niederschoss.

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Juni 1999 | In diesem Hause …

Gedenktafeln für Verfolgte des Nationalsozialismus in Berlin

In diesem Hause …“, so beginnt die Inschrift vieler der in Berlin angebrachten Gedenktafeln. Sie erinnern an die Verfolgten des Nationalsozialismus in den Berliner Bezirken und vermitteln Erfahrungen der Geschichte im Stadtraum. Geschichte wird hier lokalisierbar, und das nicht nur an den Schaltstellen und Zentralen der Macht: Die Ausstellung zeigt auf, daß sich an den Gedenktafeln die unterschiedlichen Stadien der Auseinandersetzung der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit der NS-Zeit ablesen lassen. Die Fotodokumentation „In diesem Hause…“ lenkt die Aufmerksamkeit auf die in Berlin bereits bestehenden Gedenkorte, die nur darauf warten, genutzt und erfahren zu werden

Eine Ausstellung des Vereins AKTIVES MUSEUM e.V. in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum Marzahn

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April 1999 | Das geschah, während Dänemark für die Freiheit kämpfte

1940–1945

Aktiver Widerstand in Dänemark während der deutschen Besatzung

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April 1999 | Deutsche in der Résistance

Eine Ausstellung der DRAFD – Verband Deutscher in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung ›Freies Deutschland‹ e.V.

Frankreich gehört zu den Ländern, denen im bewaffneten Kampf gegen das faschistische Deutschland besondere Bedeutung zukommt. Das betrifft den Beitrag, den die französische Résistance bzw. Armee zur Befreiung Frankreichs vor der faschistischen Okkupation leistete. Das gilt aber auch insbesondere für die Teilnahme Deutscher an diesem Kampf. In Frankreich kämpften mit der Waffe mehr Deutsche gegen den deutschen Faschismus als in anderen okkupierten Ländern.

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1998 | Inventur

Ausstellungsplakate der Galerie Olga Benario

Keine weiteren Informationen vorhanden

Nov. 1998 | Kinder und Krieg

Die Ausstellung zeigt Kinder in verschiedenen Ländern und zitiert ihre – oft traumatischen – Erfahrungen mit Krieg und Gewalt.

Eine Ausstellung von terre des hommes

Juni 1998 | Widerstand in Albinea

Der antifaschistische Kampf der italienischen Resistenza gegen die deutsche Wehrmacht

Am 26. und 27. August 1944 wurden 5 deutsche Soldaten wegen ihrer Zusammenarbeit mit der italienischen Resistenza von einem Standgericht der Wehrmacht abgeurteilt und exekutiert. Ihrem Andenken ist diese Ausstellung gewidmet. In der Veranstaltungsreihe informieren wir mit Filmen und Referaten über den Widerstandskampf der italienischen Partisaninnen.

Eine Ausstellung von Mario Crotti (Albinea) und Werner Laube (Berlin-Treptow)

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Feb. 1998 | 50 Jahre Berliner VVN

Versuch einer Dokumentation

Im Januar 1948 trafen sich in den damaligen Räumen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Nazi-Verfolgte und antifaschistische Widerstandskämpfer, um die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes zu gründen. Die Ausstellung ist ein Versuch, die Geschichte der VVN in (West) Berlin zu dokumentieren.

Eine Ausstellung der VVN/VdA und der Galerie Olga Benario

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Nov. 1997 | Ackern für Deutschland

Geschichte und Gegenwart der Ausländerbeschäftigung seit 1871

Anhand von konkreten Beispielen wollen wir historische Stationen der AusländerInnenbeschäftigung(spolitik) und Arbeitsmigration darstellen. Dabei sollen die Kontinuitäten, Parallelen und Brüche in der Ausländerinnenpolitik der letzten 100 Jahre aufgezeigt werden, die wir für eine Diskussion der aktuellen Situation der Arbeitsmigrantinnen für unerläßlich halten.

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1997 | Xipe-Totec – El Fisgón

Eine Ausstellung von Rafael Barajas (El Fisgón)

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1997 | ›In der Hand der Massen muss ein Schwert sein‹

Die guatemaltekische Guerilla und der Friedensprozess

Eine Fotoausstellung von Rainer Centmayer und Hermann Werle.